Fürstenhaus zu Schaumburg-Lippe

zu Schaumburg-Lippe

Ein Adelshaus mit großer Tradition - die Schaumburger und später die Schaumburg- Lipper haben stets das Land geprägt: Einst mit prachtvollen Bauwerken und aufgeklärten Ideen, heute mit modern präsentierten Traditionen und attraktiven Veranstaltungen rund um das Schloss in Bückeburg.

Von der wehrhaften Burg Schaumburg aus eröffnet sich ein grandioser Ausblick über das Wesertal. Bis ins frühe 16. Jahrhundert diente das im 12. Jahrhundert erbaute Wahrzeichen des Landes als Wohnort seiner Herrscher. Später wählte der kunstsinnige Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg Bückeburg zu seinem Regierungssitz. Ihm verdankt das Schaumburger Land viele seiner schönsten historischen Zeugnisse. Begeistert von den Werken der italienischen Renais- sance, schmückte der von 1601-1622 regierende Fürst sein Land mit Kunst- und Kulturdenkmalen, die heute noch eindrucksvoll von seiner Herrschaft künden: Das Bückeburger Schloss ließ er repräsentativ ausbauen und bis hin zum Schlosspark mit Kunstgegenständen ausstatten, die von den damaligen Meistern ihres Faches gefertigt wurden.

Auch die Bückeburger Stadtkirche mit ihrer imposanten Fassade und einem sehenswerten Bronzetaufbecken zeugt von seinem ehrgeizigen Engagement. In der Weserrenaissancestadt Stadthagen hat sich der Schaumburger Herrscher mit einem Mausoleum ein weiteres Ehrenmal gesetzt: Die unmittelbar an die Martinikirche angrenzenden Begräbnisstätte stattete er mit einer Bronze-Auferstehungsgruppe des Bildhauers Adrian de Vries aus, die heute als außergewöhniches Denkmal der europäischen Renaissance gilt.

Die Inselfestung Wilhelmstein, ursprünglich als Sitz für eine befestigte Militärakademie geschaffen, geht auf das Engagement eines weiteren Schaumburger Herrschers zurück: Rund hundert Jahre nach Fürst Ernst ließ sein Nachfolger Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-77) die Insel im Steinhuder Meer aufschütten. Vom malerischen Steinhude aus erreichen Besucher das beliebte Ausflugsziel damals wie heute in traditionellen Segel- booten. In Bückeburg wurde die Residenz unter Wilhelm zur Festung ausgebaut. Daneben holte der aufgeklärte Herrscher jedoch auch namhafte Gelehrte und Künstler wie den dritten Sohn Johann Sebastian Bachs oder Johann Gottfried Herder an seinen Hof. Ein markantes Zeichen fürstlichen Ehrgeizes ist nach einem Spaziergang durch die weitläufigen Grünanlagen auch im hinteren Teil des Bückeburger Schlossparks zu entdecken: Das mächtige Mausoleum des Fürsten Adolf zu Schaumburg-Lippe, erbaut von 1912-15, wird von einer 500 qm großen Goldkuppel und farbenprächtigen Mosaiken geschmückt und ist das größte seiner Art in Europa. Im modernen Bückeburg sorgt heute Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe als Chef des Hauses für ein abwechslungsreiches kulturelles Leben nach höfischer Tradition. Die edlen Pferde der Fürstlichen Hofreitschule" stellen gemeinsam mit ihren historisch gewandeten Reitern und Reiterinnen regelmäßig ihr Können in mitreißenden Programmen unter Beweis. Lukullische Genüsse in historischer Atmosphäre erwarten den Besucher im Schloss in den Räumlichkeiten derAlten Schlossküche. Darüber hinaus werden die von jedermann zu besichtigende Residenz und ihre Umgebung regelmäßig zu Schauplätzen von Konzerten, Festen und Veranstaltungen: So sind die Landpartie und der Weihnachtszauber als stimmungsvolle Lifestyle-Messen mit umfangreichen Begleitprogramm vom Konzert bis zur Vorführung der Fürstlichen Hofreitschule regelmäßige Höhepunkte im Schaumburger Kulturleben. 

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