Jagdschloss Baum im Schaumburger Wald

Rückzugsort eines europaweit wirkenden Regenten

Idyllisch inmitten des Schaumburger Waldes gelegen, bietet das ehemalige Jagdschloss Baum Unterkünfte für Jugendliche als Tagungs- und Freizeitstätte, aber auch malerische Kulisse für Musik- und Theaterveranstaltungen im Sommer. Schloss Baum wurde 1760/1761 im Auftrag des Grafen Wilhelm zu Schaumburg Lippe errichtet und gilt als Denkmal des spätbarocken Klassizismus. An das Schloss schließt sich ein englischer Landschaftsgarten mit einem kleinen Teich an. Dahinter befindet sich eine Grottenanlage, die von zwei Portalen umringt wird. Diese Frühbarockportale wurden 1758 aufgestellt und wurden vermutlich zwischen 1604 und 1606 für den Erdgeschosssaal im Bückeburger Schloss geschaffen. Den Namen verdankt das Schloss einem Schlagbaum, an dem unweit der Grenze des kleinen Fürstentums das Zollrecht geltend gemacht wurde.

Heute dient das Schloss als Tagungs- und Freizeitstätte der evangelischen Jugend in Schaumburg-Lippe, und ist eine Bildungsstätte für Seminare, Bildungsveranstaltungen, Ferien- und Wochenendfreizeiten. Im Schloss selbst befinden sich dafür ein Esszimmer, ein Gemeinschaftsraum, die Küche und im oberen Geschoss Schlafmöglichkeiten. Für weitere Schlafmöglichkeiten sorgt ein später errichtetes Nebengebäude für bis zu 40 Gäste. Totengarten und Grabpyramide In einigen hundert Metern Entfernung befindet sich ein Totengarten mit einer Grabpyramide. Hier fanden Graf Wilhelm, seine Gattin Marie Barbara Eleonore und die im Alter von zwei Jahren verstorbene Tochter Emilie ihre letzte Ruhestätte. Der spiralförmig angelegte Garten in Symbolik der Freimaurer wird zur Zeit rekonstruiert.

Vor der Pyramide findet sich eine Gedenktafel, die 1961 vom Staat Portugal für Graf Wilhelms Verdienste gestiftet wurde. Jährlich zeugen Besuche von Vertretern der Regierung Portugals und der Ehrung des Grabes von der hohen Wertschätzung, die Graf Wilhelm dort heute noch zu Teil wird.

Als Oberbefehlshaber der verbündeten englischen und portugiesischen Streitkräfte wehrte er 1762 im noch heute in Portugal so genannten „Fantastischen Krieg“ (Guerra Fantástica) einen spanischen Invasionsversuch ab, was die portugiesische Unabhängigkeit bewahrte.

Führungen zu Jagdschloss Baum und zur Grabpyramide können unter Schaumburger Land Tourismusmarketing e.V., Tel.: 05722 890550, gebucht werden. Gruppen ab 10 bis maximal 20 Personen 5,- € p.P.

Weitere Informationen zur Bildungsstätte des Evangelischen Jugendwerkes Schaumburg-Lippe, Freizeit- und Tagungsstätte Schloss Baum, 31675 Bückeburg / Rusbend, erhalten Sie unter Tel.: 05702 - 791, E-Mail: schlossbaum[at]ejw-shg.de

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