Inselfestung Wilhelmstein im Steinhuder Meer

Geniales Bauwerk eines überragenden Militärstrategen seiner Zeit

Die Festung aus dem 18. Jahrhundert, eine künstlich aufgeschüttete Insel im Binnensee “Steinhuder Meer”, ist das Werk Graf Wilhelms, eines der größten Militärgenies seiner Zeit. Angesichts der Bedrohung der staatliche Eigenständigkeit Schaumburg-Lippes, insbesondere im absolutistischen Zeitalter der Kleinstaaterei erkannte der Graf die Notwendigkeit, sein kleines Land so gut zu sichern, dass ein feindlicher Überfall zu einen unkalkulierbaren Risiko würde. Zuerst befestigte Wilhelm seine Residenz in Bückeburg durch Bollwerke, denen der schön Barockgarten zum Opfer fiel (siehe Baugeschichte, Seite QW). 1765 begann er mit dem Bau des Wilhelmsteins, der ein zum damaligen Stand der Militärtechnik absolut uneinnehmbarer Fluchtpunkt im eigenen Land werden sollte. Erst zehn Jahre nach dem Tod des Grafen erhielt, die Festung ihre Feuertaufe, die Landgrafschaft Hessen - Kassel besetzte im Handstreich das ganze Land, scheiterte letztlich aber am Widerstand der Festungsbesatzung. Schnell fortschreitende, politische und militärischtechnische Entwicklung, machte die Festung bald zu einem Anachronismus und sie diente bis 1870 nur noch als Gefängnisinsel. Parallel dazu entwickelte sich der Wilhelmstein zu einem beliebten Ausflugsziel: Bis heute werden die Besucher im traditionellen Segelboot übergesetzt zu der kleinen Insel mit der großen Vergangenheit; und empfangen von Kanonen und Kasematten. Atemberaubend ist der Panoramablick vom Observatorium. Seit kurzem bietet sich die Möglichkeit auf der Insel zu übernachten, dazu ist eine alte Soldatenunterkunft hergerichtet worden; ein weiteres historisches Haus kann für Seminare genutzt werden. Im neu eingerichteten Inselladen findet sich für jeden Geschmack etwas.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.wilhelmstein.de

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