Neues Palais Bückeburg

Architektonische Stilrichtungen aus verschiedenen Epochen

1882 erstellte der hannoversche Architekt Hermann Schaedtler (*1858, † 1931) im Auftrag des Fürsten Georg von Schaumburg(*1817, † 1893) einen ersten Entwurf für das „Neue Palais“. Architekturgeschichtlich ist das Bauwerk vornehmlich dem Historismus zuzuordnen. Mit diesem Baustil sollte seinerzeit der Versuch unternommen werden, althergebrachte Stilrichtungen der Baukunst wie die Neuromanik, Neugotik, Neurenaissance und auch den Neubarock wieder zum Leben zu Erwecken. Der Grundriss des Palais stellt ein lang gestrecktes Rechteck dar. Der große runde Turm ragt insgesamt 56 Meter hoch. An der südlichen Gebäudefront (Parkseite) befindet sich die mit Balustraden umsäumte Terrasse. Die verbauten Natur-steine entstammen dem Obernkirchener Steinbruch, der für die ganz eigene Beschaffenheit und Farbe seines Sandsteins weltweit bekannt ist. An der Nordseite des Palais befindet sich das großzügig angelegte Hauptportal, dessen Fenster wie auch diejenigen der oberen Halle im Zuge der Rückbesinnung auf antike Bautraditionen mit Pilastern vorgeblendet sind. Von dem prächtigen Foyer des mittleren Traktes führt die imposante Haupttreppe in die vorgelagerte Halle des Obergeschosses. Aufwendig von insgesamt 16 Säulen umrahmt. Als der Bauherr im Mai des Jahres 1893 verstarb, wurde die Planung des Gebäudes kurzzeitig unterbrochen. Doch bereits am 25. Juni 1893 erteilte die Fürstenwitwe Hermine zu Schaumburg-Lippe (*1827, † 1910) den Bauauftrag. Gegen Ende des Jahres 1896 war das Gebäude schließlich in seiner Gesamtheit bezugsfertig. Im Jahre 1960 mietete der Dipl.Chem. Dr. Kurt Blindow des Palais als Schulgebäude an, welches 1969 seitens des Fürsten zu Schaumburg-Lippe an die Familie Blindow veräußert wurde. Bis zum heutigen Tage dient das Palais den Schulen Dr. Kurt Blindow als Ausbildungsstätte für naturwissenschftliche-technische Assistenten.

www.veranstaltungen-im-palais.de

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