Steinkohlenbergwerk im Deister

120 Jahre Bergbau - neu erschlossen

Als im Jahre 1947 nach 116 Jahren die Förderung von Steinkohle im »Feggendorfer Stolln« eingestellt wurde, ahnte sicher niemand, dass noch einmal Leben auf dieser kleinen Zeche mitten im Deister einkehren wird. Nun, gut 70 Jahre später, wird im und am Feggendorfer Bergwerk wieder richtig »Betrieb gemacht«. Zwar wird keine Kohle mehr gefördert, aber der Stollen für Besucherführungen hergerichtet. Über Tage ist schon jetzt das weithin einmalige Bild einer typischen Kleinzeche wieder entstanden. So wurden unter anderem die umfangreichen Gleisanlagen, eine Bergschmiede und diverse Lagerplätze für Grubenholz und Ausbaumaterial wieder hergestellt. Das Ziel der Arbeiten ist es, die Tradition und die Handwerkskunst der Altvorderen zu bewahren und den typischen Charakter einer Kleinzeche zu erhalten. Bewusst werden alle Anlagen in Betrieb gehalten, um nicht als stummes Denkmal sondern als lebendiges Anschauungsobjekt zu dienen. Das 2013 eingeweihte neue Zechenhaus dient als lebendiges Anschauungsobjekt des typischen bergmännischen Zweckbaus. So wurde das Gebäude im Stil der alten Bergwerksarchitektur errichtet und innen mit originaler Ausstattung ausgerüstet. Neben einer sogenannten Kaue mit den hochziehbaren Kleiderhaken gibt es einen Mannschaftsraum, eine Lampenstube, eine Werkstatt und sanitäre Anlagen. Die Besucher werden im Zechenhaus begrüßt und für die Grubenfahrt eingekleidet. Hier kann nach der Grubenfahrt dann auch der Kohlenstaub wieder abgewaschen werden.

Feggendorfer Stolln – Grubenfahrt: Stollen und Grundstrecke

Diese Grubenfahrt stellt die einfachere und bequemere Tour unter Tage dar. Es geht relativ ebenerdig über den Stollen, die Umbruchstrecke bis zur jetzigen Baustelle auf der Grundstrecke des Feggendorfer Stollns. Insgesamt ca. 400 m Fußweg unter Tage. Es können pro Führung maximal 10 Personen einfahren. Bei größeren Gruppen sind mehrere Führungen möglich. Mitzubringen sind festes Schuhwerk und der Temperatur von 9°C angepasste Kleidung. Da es sich um ein »echtes« Bergwerk handelt, ist mit Matsch und Dreck sowie Tropfwasser zu rechnen. Kinder ab 6 Jahren dürfen in Begleitung eines verantwortlichen Erwachsenen an einer Führung teilnehmen. Helme und Grubenlampen werden vom Bergwerk gestellt. Eine Führung dauert momentan je nach Wissensdurst der Teilnehmer inklusive Einkleidung und Sicherheitsunterweisung etwa eine Stunde. Mit dem weiteren Fortschreiten der Arbeiten wird sich die Führungszeit Stück für Stück verlängern.

Preis für eine Grubenfahrt mit max. 10 Pers.: 50,00 € Bei mehr als 10 Pers. können auch mehrere Einfahrten nacheinander organisiert werden.

 

Kontakt für Fragen und Buchungen:

Förderverein Feggendorfer Stolln e.V.
Finkenweg 9 
31867 Lauenau
Telefon 0173-7818181
info(at)feggendorfer-stollen.de
www.feggendorfer-stollen.de

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