Roswithaweg im Schaumburger Land

Fernwanderweg

Von Nienburg/Weser nach Bad Gandersheim (184 km).

 

Roswitha von Gandersheim, (* um 935; † nach 973) war Kanonissin des Stiftes Gandersheim (aus dem die heutige Stadt Bad Gandersheim in Niedersachsen hervorgegangen ist). Die Sanctimoniale und Autorin des Frühmittelalters gilt als erste deutsche Dichterin; sie verfasste geistliche Schriften und historische Dichtungen und die ersten Dramen seit der Antike. Ihre Verehrung für Kaiser Otto I. brachte sie in den Gesta Ottonis (Gesta Oddonis; ‚Die Taten Ottos‘) zum Ausdruck, einem in lateinischen Hexametern verfassten Werk über Familiengeschichte und politisches Wirken Ottos des Großen.(wikipedia)

Der Fernwanderweg Roswithaweg war ein Projekt des Hannoverschen Wander- und Gebirgsvereins e.V. zum 1000. Todesjahr Roswitha von Gandersheims im Jahre 1973.

Drei Etappen des Weges führen durch das Schaumburger Land

Bad Rehburg bis Lindhorst (16 km), Höhenmeter insgesamt: 130 m

Von der Straße zweigt ein befestigter Waldweg ab, der nach geraumer Zeit in einen naturnahen Waldweg wechselt. Der Roswithaweg erreicht nach kurzer Zeit den Wilhelmsturm, der Sonntags zur Getränkepause und Aussicht einlädt. Der Roswithaweg führt weiter auf naturnahem Weg bis Wölpinghausen. Weiter geht es auf Geh- und Radwegen nach Bergkirchen, wobei zwischen beiden Orten links der Straße eine Schutzhütte mit wunderschönem Blick zum Steinhuder Meer zur Rast einlädt. Zwar führt der Weg hier längere Zeit entlang der Straße, dafür wird man durch wunderschöne Blicke in beide Richtungen bis zum Wesergebirge entschädigt. Am Ortsende von Bergkirchen führt der Roswithaweg geradeaus weiter, vorbei an einer Schutzhütte. Weiter geht es entlang des Düdinghäuser Berges, bis es rechts nach Schier abzweigt. Dabei kann man schöne Blicke Richtung Deister und Bückeberge genießen. In Schier wird die Straße überquert und der Roswithaweg führt kurz am Waldrand entlang, dann durch Wald auf befestigten Forstwegen, bis der Mittellandkanal überschritten wird. Nach Verlassen des Waldes geht es kurz entlang der Straße, dann auf einen asphaltierten Weg, später auf befestigten Wegen nach Lindhorst, wo Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Außerdem liegt am Weg der Bahnhof (S-Bahnhof, Strecke Hannover-Minden).

Lindhorst bis Rodenberg (10 km), Höhenmeter insgesamt: 170 m

Vom Bahnhof kurz durch ein Gewerbegebiet, dann entlang einer Kreisstraße auf einem Radweg, vorbei am Beckedorfer Schacht, der der Kohleförderung diente, nach Beckedorf, wo ein Bäcker kleine Einkäufe ermöglicht. Man durchquert den Ort auf Gehwegen an Straßen und biegt am Ortsende in einen befestigten Waldweg ein, der kurz am Ortsrand verläuft. Hier befindet sich links das Kulturdenkmal Heisterschlößchen, eine frühmittelalterliche Wallburg. Wenn der Kamm erreicht ist, befinden sich im Kreuzungsbereich des Weges Hügelgräber mit einer Erklärungstafel. Der Roswithaweg folgt kurze Zeit dem Kammweg durch Buchenhochwald und zweigt dann nach links in einen kleinen naturnahen Waldweg ein, dem bis zum Waldrand gefolgt wird. Weiter entlang des Waldrandes , später auf befestigten Wegen nach Kleinhegesdorf, das auf der Hauptstraße auf Gehwegen durchschritten wird. Kurz hinter dem Ortsende folgt der Roswithaweg einem asphaltierten Fahrweg durch Felder und Wiesen, geht dann kurz am Waldrand entlang. Hier führt der Roswithaweg auf einem schönen Pfad weiter bis zum Gipfel. Dann auf Wiesenwegen weiter an der Rodenberger Mühle vorbei (Gastronomie) und hinab durch den Bürgerpark nach Rodenberg, wo Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten sowie Speiselokale zur Verfügung stehen. Außerdem kann man mit der Buslinie nach Haste abreisen.

Rodenberg bis Nienstedt (14 km), Höhenmeter insgesamt: 530 m

Von Rodenberg führt der Roswithaweg zunächst auf einem asphaltierten Fahrweg über die Autobahn A2 zum Wanderparkplatz am Rand des Deisters bis A2. Kurz weiter aufwärts taucht eine Schutzhütte auf. Der Weg verläuft parallel zum Waldrand, bis es auf naturnahem Weg durch den Grover Grund zur Waldgaststätte Teufelsbrücke geht. Weiter führt der Roswithaweg auf breitem Forstweg steil aufwärts, dann auf Forstwegen und später auf naturnahen Wegen zur Kreuzbuche, wo eine Schutzhütte zur Rast einlädt. Der Roswithaweg führt rechts den Forstweg hinab (oberhalb des Feggendorfer Stollens, der sonntags zur Besichtigung geöffnet ist) auf dem Schraubeweg bis oberhalb von Lauenau. Weiter geht es parallel zum Waldrand auf dem Schulzeweg, dann lang andauernd aufwärts auf dem Wallmannweg zur Wallmannhütte. Hier kann man die gute Aussicht Richtung Wesergebirge von der Schutzhütte aus genießen, bis es dann steil abwärts nach Nienstedt geht. Hier gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten, jedoch kann man mit dem Anrufsammeltaxi nach Bad Münder fahren, wo ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten existieren.

Weitere Informationen:

Hannoverscher Wander- und Gebirgsverein e.V.

 

 

Roswithaweg