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Wanderungen

Schaumburgsteig Etappe 2: Stadthagen - Steinhude

Wanderungen · Weserbergland
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m 100 80 60 40 20 20 15 10 5 km
Schaumburgsteig
mittel
Strecke 24,1 km
5:51 h
54 hm
87 hm
100 hm
37 hm

Der Schaumburgsteig

A: Vorwort

Der Schaumburgsteig ist ein Rundwanderweg, der ca. 140 Km lang ist. Er besteht aus insgesamt sieben Etappen, die durch das Schaumburger Land führen. Die längste Etappe misst ca. 24 Kilometer, die kürzeste 10 Kilometer. Damit können die einzelnen Wanderungen jeweils an einem Tag durchgeführt werden. Ausgangspunkt der Wanderung ist die Stadt Bückeburg. Da der Schaumburgsteig als Rundwanderweg konzipiert ist, ist Bückeburg auch der Endpunkt der Wanderung. Die einzelnen Etappen lauten wie folgt: 1. Etappe: Bückeburg – Stadthagen; 2. Etappe: Stadthagen – Steinhude; 3. Etappe: Steinhude – Bad Nenndorf; 4. Etappe: Bad Nenndorf - Lauenau; 5. Etappe: Lauenau - Hessisch-Oldendorf; 6. Etappe: Hessisch-Oldendorf – Rinteln; 7. Etappe: Rinteln – Bückeburg. Der Wegverlauf jeder einzelnen Etappe ist detailliert beschrieben und kann zudem mit der Viewranger-App verfolg werden. Außerdem ist zu jeder Teilwanderung Wissenswertes aus Geschichte, Kultur, Wirtschaft etc. zusammengefasst. Die einzelnen Wanderungen führen in der Regel an gastronomischen Einrichtungen entlang. Es empfiehlt sich jedoch, eigene Verpflegung mit sich zu führen, da Kaffes und Wirtshäuser zum Teil Ruhetage haben.

B: Die einzelnen Etappen

1. Etappe: Bückeburg – Stadthagen

2. Etappe: Stadthagen – Steinhude

3. Etappe: Steinhude – Bad Nenndorf

4. Etappe: Bad Nenndorf - Lauenau

5. Etappe: Lauenau - Hessisch Oldendorf

6. Etappe: Hessisch-Oldendorf – Rinteln

7. Etappe: Rinteln – Bückeburg

C: Beschreibung der Etappe Stadthagen - Steinhude

Wir starten auf der „Niedernstraße“, gehen auf die „Krumme Straße“, über die Ampel hinweg auf die „Vornhäger Straße“. Nach 200 Metern biegen wir links ab auf die „Probsthäger Straße“. Dieser Straße folgen wir bis zum Wendehammer. Dort überqueren wir die Landstraße und kommen auf die „Lüdersfelder Straße“. Dieser Straße folgen wir ca. 200 Meter, biegen dann links ab, um dann gleich wieder rechts zu gehen auf die Straße „Am Schäferhof“. Dieser Straße folgen wir. Sie gabelt sich auf Höhe eines Sandsteinhauses, das sich auf der rechten Seite befindet. Wir halten uns links und gehen ca. einen Kilometer auf der Rückseite mehrerer aufeinander folgender Bauernhöfe entlang, bis wir schließlich in eine Wohnsiedlung kommen und die Straße „Kloppenburg“ erreichen. Auch hier gehen wir weiter geradeaus, bis wir an probsthäger Kirche kommen. Vor der Kirche biegen wir rechts ab, gehen auf der asphaltierten Straße ca. 500 Meter durch das Feld bis diese schließlich auf eine Landstraße trifft, die „Vornhäger Straße“. Diese macht nach 100 Metern eine Linkskurve und führt schließlich über eine Eisenbahnbrücke. Für Fußgänger verläuft ein Weg auf der linken Seite der Eisenbahnbrücke. Nachdem wir die Brücke überquert haben, treffen wir auf einen Fahrrad- bzw. Fußgängerweg, dem wir 1,5 Kilometer folgen bis wir schließlich den Ort Lüdersfeld erreichen. Dort biegen wir rechts ab auf die Straße „Am Hülsbrink“ und gehen in Richtung Lindhorst. Diesen Ort erreichen wir nach ca. einem Kilometer. Im Ort angekommen, wird die Straße „Lüdersfelder Straße“ genannt. Wir folgen der Straße weiter bis wir schließlich auf die Ortsdurchgangsstraße, die „Bahnhofstraße“, treffen. Wir biegen links ab und folgen der Bahnhofstraße ca. 500 Meter bis wir rechts abbiegen auf die „Ottenser Straße“. Nach ca. 300 Metern passieren wir ein Haus in Alleinlage, folgen weiter ca. 300 Meter der Straße und biegen dann hinter einem Schützenhaus links ab auf einen asphaltierten Feldweg. Diesem folgen wir bis wir schließlich an eine Landstraße kommen. Dort halten wir uns kurz links und biegen dann vor dem Wald rechts ab, um am Waldrand entlang zu gehen. Nach 100 Metern führt dann der Weg links ab direkt in den Wald. Diesem folgen wir bis wir schließlich an eine Kanalbrücke kommen, die wir überqueren, und nach ca. 200 Metern erreichen wir eine Kreuzung, dort biegen wir links ab. Diesem Wege folgen wir. Er geht schließlich in einen asphaltierten Weg, den „Aschenweg“, über, und wir erreichen schließlich die Ortsdurchgangsstraße von Auhagen „Auf den Rähden“. Dieser folgen wir rechter Hand, kommen schließlich an eine abknickende Vorfahrtstraße, die wir geradeaus überqueren. Nunmehr befinden wir uns auf der „Düdinghäuserstraße“, der wir 1 km folgen. In der ersten Rechtskurve, die die Straße macht, biegen wir links ab und gehen auf einen Feldweg, dem wir bergauf 0,4 Kilometer folgen bis wir zu einem Backsteinhaus kommen. Hier gabelt sich unser Weg. Wir biegen rechts ab und erreichen nach 0,4 Kilometer den Waldrand. Dort biegen wir links ab am Waldrand entlang in Richtung Düdinghausen. Diesen Ort erreichen wir nach ca. 300 Metern. Im Ort treffen wir zunächst auf die Straße „An der Hütte“, der wir nach rechts folgen. Anschließend gehen wir auf die Straße „Vor dem Berge“, der wir links folgen, und nach ca. 300 Metern biegen wir wieder links ab auf die „Heckstraße“, die uns in den Wald führt.

Nach ca. 2 Kilometern erreichen wir schließlich den Ort Hagenburg. Wir gehen, sobald wir den Wald verlassen, auf den „Düdinghäuser Weg“ und treffen auf die „Schützenstraße“, biegen dort links ab, bis wir die Ortsdurchgangsstraße erreichen, die „Lange Straße“. Dort halten wir uns rechts und biegen nach 200 Metern links ab auf den „Kanaldamm“ in Richtung Schloss. Nach einigen 100 Metern führt rechts ein Weg in einen Wald. Dieser führt direkt auf das Schloss zu. Kurz bevor wir das Schloss erreichen kommen wir an eine Kreuzung. Hier schlagen wir den linken Weg ein, der uns um das Schloss herum führt. Nach wenigen Minuten kommen wir an einen Kanal beziehungsweise an eine Brücke, über die wir hinübergehen. Anschließend gehen wir links Richtung Steinhude, indem wir dem Schotterweg folgen. Der führt schließlich auf eine asphaltierte Straße, auf die wir links abbiegen. Diese führt uns geradewegs auf das Steinhuder Meer zu. Dort angekommen folgen wir rechts dem gepflasterten Weg, der uns nach Steinhude führt.

Wissenswertes zur Etappe Stadthagen-Steinhude

Nachdem wir Stadthagen verlassen haben, gelangen wir zunächst in den Ort Probsthagen. Auch dieser Ort zeigt das charakteristische Gesicht eines Hagenhufdorfes. Unsere Wanderung führt uns auf der Rückseite der Höfe entlang, sodass wir den für die Hagenhuforte typischen Bach entlang wandern, in diesem Fall die Bornau. Seine Entstehung verdankt Probsthagen der zu Anfang des 12. Jahrhundert einsetzenden Rodung des Dülwaldes, die durch einen Probst des Rintelner Klosters im Auftrag der Grafen Adolf III und Adolf IV durchgeführt wurde.

Als nächstes gelangen wir zur Kirche in Probsthagen, einer Kirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Diese gotisch geprägte, aus Bruchsandsteinmauerwerk errichtete Kirche weist einen Westturm und einen Rechteckchor auf. Im Chor ist ein Kreuzigungsrelief aus dem 13. Jahrhundert eingemauert. Die Kreuzigung Christi ist an der äußeren Nordseite der Kirche zu finden und stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. An der Holzkanzel aus dem 16. Jahrhundert findet sich ein Schnitzrelief der Evangelisten.

Seit dem ausgehenden Mittelalter wird im Schaumburger Land Steinkohleförderung betrieben. Unsere Reise durch das Schaumburger Land führt uns durch verschiedene Orte, in denen die Bewohner ihren Lebensunterhalt durch Steinkohlenbergbau verdienten, so in Stadthagen, in Lüdersfeld, Lindhorst, Auhagen oder Düdinghausen. In Lindhorst haben wir die Möglichkeit, das hiesige Bergbaumuseum zu besuchen. In den 1960er Jahren endete jedoch die Zeit des Kohlebergbaus. Die Förderung der Kohle rentierte sich nicht mehr, und für die Kumpel kam eine Phase der Neuorientierung.

In Schaumburg haben die Menschen in der Vergangenheit Trachten getragen. Während die Frauentracht noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts getragen wurde, ist die Männertracht seit den 1920er Jahren aus dem Alltag verschwunden. In der Region Lindhorst wurde z.B. die „Österten Tracht“ getragen, bei der die Frauentracht durch einen roten Rock und einen „Punz“, also einen künstlichen Haaraufsatz gekennzeichnet war.

Im Waldstück zwischen Lindhorst und Auhagen überqueren wir den Mittellandkanal. Mit einer Länge von über 320 km stellt er die längste künstliche Wasserverbindung in Deutschland dar. Er ist das Bindeglied zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal, der Elbe und dem Elbe-Havel-Kanal. Überregional betrachtet ist er infolge weiterer Kanalstücke Teil einer Verbindung zwischen den Flüssen Rhein und Oder und ermöglicht so insgesamt eine Verbindung verschiedener west- und mitteleuropäischer Länder wie Polen und Tschechien auf der einen Seite und den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich sowie der Schweiz auf der anderen Seite. Der von uns überquerte Kanalabschnitt wurde um 1915 fertiggestellt.

Kurz bevor wir den Ort Düdinghausen erreichen, gönnen wir uns ein paar Minuten Zeit für einen Blick ins Umland. Im Norden sehen wir das Steinhuder Meer, Ziel der heutigen Wanderung. In Richtung Südosten sehen wir in ca. 20 Kilometer Entfernung den Deister, den wir in unserer nächsten Etappe erreichen werden. In südlicher Richtung erkennen wir in ca. 15 Kilometer Entfernung Ausläufer der Bückeberge, die unser gestriges Wandergebiet waren.

Ein weiteres Ziel unserer Wanderung ist der Ort Hagenburg. In Hagenburg führt uns unser Weg am Schloss Hagenburg entlang. Es diente lange Zeit als Sommersitz des Fürstenhauses zu Schaumburg-Lippe. Ursprünglich stand an der Stelle eine mittelalterliche Burganlage. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts ließen die Grafen zu Schaumburg-Lippe dort ein Schloss errichten. Heute finden in dem Schloss Auktionen statt.

Am Zielort der Etappe Steinhude befindet sich das Steinhuder Meer. Es ist der größte Binnensee Nordwestdeutschlands. Seine Fläche beträgt fast 30 Quadratkilometer. Der See bildete sich gegen Ende der letzten Eiszeit vor rund 14.000 Jahren. Das maximal 2,9 Meter und durchschnittlich 1,30 Meter tiefe Binnengewässer stellt wegen seiner reizvollen Natur und der zahlreichen Erholungsmöglichkeiten ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Menschen der Region dar. Gräberfunde belegen, dass das Gebiet um das Steinhuder Meer bereits während der Altsteinzeit besiedelt war. Seit dem 12. Jahrhundert gehört der See zur Grafschaft Schaumburg. Nahe Steinhude werden auf dem Seegrund Überreste einer Seeburg vermutet, der Krannenburg, benannt nach den damals am Steinhuder Meer beheimateten Kranichen. Die Burg wurde vermutlich um 1320 während einer Fehde zerstört. 1982 konnten bei archäologischen Untersuchungen zumindest Steinformationen geortet werden.

Zwischen 1761 und 1771 ließ Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe im See eine 1,25 ha große künstliche Insel aufschütten und darauf die Festung Wilhelmstein errichten. Nach der Fertigstellung wurde das Areal zunächst als Militärschule genutzt, die der Ausbildung von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaftsgraden diente. Der bekannteste Schüler war der spätere preußische General Scharnhorst. 1777 wurde dann die Militärschule nach Bückeburg verlegt, wo sie bis 1787 existierte. Nach der Verlegung der Militärschule wurde die Insel dann bis 1887 als Gefängnisinsel für Schwerverbrecher aus der Grafschaft genutzt. Erwähnenswert ist noch, dass von der Insel aus im Jahre 1772 das erste Unterseeboot Deutschlands, der Steinhuder Hecht, zu Wasser gelassen wurde.

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Höchster Punkt
100 m
Tiefster Punkt
37 m

Wegearten

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Start

Koordinaten:
DD
52.323765, 9.205820
GMS
52°19'25.6"N 9°12'21.0"E
UTM
32U 514027 5797069
w3w 
///wertvolle.zauber.hörer
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Hinweis


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Koordinaten

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52.323765, 9.205820
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52°19'25.6"N 9°12'21.0"E
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